Asthma
Krankheitsbild

Asthma Krankheitsbild

Im Gegensatz zu den akuten Atemwegsinfektionen, die meist gut und schnell zu behandeln sind, ist bei der chronisch-entzündliche Atemwegserkrankung Asthma oft eine lebenslange Therapie notwendig, die außerdem die aktive Mitarbeit der Patienten erforderlich macht. Asthma ist eine chronische Entzündung der Atemwege, die mit einer Verengung der Atemwege und den daraus resultierenden Symptomen wie Husten und Atemnot einhergeht. Es wird geschätzt, dass weltweit 300 Millionen Menschen an Asthma leiden. Asthma stellt ein schwerwiegendes globales Gesundheitsproblem dar, das alle Altersgruppen betrifft.1 Vor allem in den Entwicklungsländern nimmt die Haufigkeit von Asthma zu, wohingegen sie in den westlichen Industrieländern zum Stillstand gekommen zu sein scheint.2  Weltweit allerdings steigen die Behandlungskosten und die Belastungen für die Patienten und die Gemeinschaft durch Asthma.1,2

Krankheitsbild und Symptome
Die Erkrankung ist einerseits von einem chronischen entzündlichen Geschehen und andererseits von der Neigung zur Verengung der Atemwege geprägt. Bei Asthma reagieren die Bronchien empfindlich auf bestimmte Reize, indem sie anfallsartig anschwellen und Schleim produzieren.  Gleichzeitig zieht sich die Muskulatur in den Wänden der Bronchien zusammen und verengt die Atemwege. Unabhängig von dem jeweiligen Auslöser (z.B. bestimmte Lebensmittel, körperliche Überanstrengung, psychische Belastung) kommt es zu anfallsartig auftretenden Symptomen, wie

  • Atemnot
  • Husten, besonders nachts oder am frühen Morgen
  • Auswurf von glasig-zähem Schleim
  • Engegefühl in der Brust
  • pfeifende oder brummende Geräusche beim Ausatmen
  • erschwertes Ausatmen

Im Laufe der Erkrankung kann es zu wiederkehrenden, akuten Asthmaanfällen kommen, die eine dramatische Verschlimmerung der Symptome zur Folge haben (Asthma-Exazerbation):

  • akute Luftnot bis hin zum Erstickungsgefühl
  • Angst
  • Herzrasen
  • bläuliche Verfärbung der Haut
  • Erschöpfung bis zur Bewusstseinstrübung
  • Beschleunigte Atmung mit verlängerter und erschwerter Ausatmung
  • Unfähigkeit zu sprechen

Ein akuter Asthmaanfall ist eine ernste und bedrohliche Situation, die sofortiges Handeln bzw. eine Notfallbehandlung erforderlich macht.

Krankheitsbild und Symptome
Ursachen

Ursachen
Die genauen Ursachen für Asthma sind noch unbekannt, sicher ist aber, dass allergische Erkrankungen wie z.B. Heuschnupfen, Neurodermitis und Asthmaerkrankungen in der Familie zu den Risikofaktoren zählen. Auch Umwelteinflüsse wie z.B. Zigarettenrauchen, Luftverschmutzung oder häufige Virusinfekte können bei entsprechender Veranlagung Asthma auslösen.

Auslöser
Hinsichtlich der Asthmaauslöser unterscheidet man drei verschiedene Formen von Asthma:
Allergisches Asthma

  • tritt häufig bei Kindern und Jugendlichen auf, die gleichzeitig unter Neurodermitis oder
  • Heuschnupfen leiden
  • durch die Aufnahme bestimmter Allergene, wie z.B. Pollen, Schimmelpilze, Tierhaare, Hausstaubmilben, Nahrungsmittel usw. werden Asthmaanfälle ausgelöst
  • saisonaler Pollenflug


Nicht-allergisches Asthma

  • akute Infekte der Atemwege
  • Zigarettenrauch
  • Nebel und Abgase
  • körperliche Anstrengung, Stress
  • chemische und physikalische Einflüsse wie z.B. industrielle Stäube und Dämpfe


Gemischtförmiges Asthma

  • entwickelt sich oft aus einem allergischen Asthma
  • später kommen oft zusätzlich andere Auslöser dazu, wie z.B. wiederholte Infekte 

Quellen:

  1. GINA 2017 GINA Report, Global Strategy for Asthma Management and Prevention
  2. S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma (AWMF-Registernummer 020-009) herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. und der Deutschen Atemwegsliga e.V. (2017)